Schwester M. Claucelei Goulart

Rio Grande do Sul erlebt seine bisher schlimmste Naturkatastrophe. Seit dem 27. April wird der Bundesstaat von heftigen Regenfällen und Tornados heimgesucht. Von den insgesamt 497 Städten des Bundesstaates sind bereits ca. 450 in irgendeiner Weise betroffen. Einige Flüsse sind gestiegen und haben alles überschwemmt, in anderen haben infolge der übermäßigen Regenfälle Erdrutsche Häuser zerstört, was zum Tod vieler Menschen geführt hat, und wieder andere Städte wurden durch starke Stürme verwüstet. Straßen wurden aufgerissen und Brücken weggespült. Der Hauptfluss des Bundesstaates liegt seit mehr als einer Woche mehr als 5 Meter über seinem normalen Pegel. Ein anderer Fluss erreichte einen Pegelstand von 30 Metern über sein normales Niveau und verwüstete die Städte völlig. Alles, was blieb, war Zerstörung. Einige Städte erleben bereits die dritte Überschwemmung in einem Jahr, wobei die jetzige unvergleichlich gravierender ist.

Bildquelle: Marienschwestern Santa Maria

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Unermessliche Verluste

Die Betroffenen wurden lediglich mit der Kleidung, die sie am Körper trugen, gerettet, und haben alles verloren: ihre Häuser, ihre Möbel, ihre Dokumente. Eltern haben ihre Kinder verloren, Kinder haben ihre Eltern verloren. Jetzt leben sie obdachlos in Notunterkünften und sind auf die Hilfsbereitschaft derer angewiesen, die ein gutes Herz haben.

Ungewöhnliche Kälte

Hinzu kommt nun auch noch die Kälte: Innerhalb weniger Tage ist die Temperatur in einigen Städten um fast 20° gesunken. Da viele Familien mit Kindern, Kranke und alte Menschen im Freien kampieren oder unter Markisen oder Planen am Straßenrand Schutz suchen, sind die Temperaturen zwischen 2° und 7° sehr niedrig; es gibt keine Heizung.

Bildquelle: Marienschwestern Santa Maria

Die Menschen brauchen dringend Hilfe

Nach Angaben des Zivilschutzes des Bundesstaates Rio Grande do Sul mussten insgesamt über 615.000 Menschen ihre Häuser verlassen, davon sind ca. 76.800 in Notunterkünften und etwa 538.500 bei Freunden oder Verwandten untergebracht. Bisher sind 2.124.203 Menschen von der Tragödie betroffen, 806 wurden verletzt, 124 werden vermisst, 148 Todesfälle wurden bestätigt und insgesamt 76.483 Menschen wurden gerettet.
Die Menschen in Rio Grande do Sul leben inmitten einer riesigen Wasserfläche und haben keinen Zugang zu Trinkwasser. In vielen Vierteln und/oder Städten gibt es keinen Strom. Krankenhäuser mussten evakuiert werden.

Diese Menschen brauchen Hilfe! Sie brauchen Wasser, Lebensmittel, Baumaterial, Möbel. Sie brauchen alles, um in Würde ein neues Leben aufbauen zu können.

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Im „Sonnenwinkel“ wird Milch für die bedürftigen Familien aufgekocht / Bildquelle: Marienschwestern Santa Maria

Marienschwestern verteilen Hilfsgüter

Das Sozialzentrum „Sonnenwinkel“ in Santa Maria, das von den Marienschwestern geleitet wird, wurde in diesen Tagen der Not zu einer Ausgabestelle von Hilfsgütern umfunktioniert. Die Familien in den vom Starkregen heimgesuchten Stadtvierteln können hier Kleidung, Hygieneartikel und Reinigungsmittel, Lebensmittel und Wasser erhalten.
Die Schwestern bringen zusammen mit ihren Mitarbeitern, Freiwilligen und jungen Berufstätigen die Güter zu den Betroffenen.

Bildquelle: Marienschwestern Santa Maria

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So können Sie helfen:

Spenden für die Betroffenen können sie gerne auf das Konto der Missionszentrale der Schönstätter Marienschwestern in Schönstatt überweisen. Von dort aus wird es auf ein Konto der Marienschwestern in Santa Maria, Rio Grande do Sul, Brasilien weitergeleitet. Wir Schwestern vor Ort werden damit Baumaterial, Lebensmittel, Kleidung, Medikamente und Möbel für die von dieser Naturkatastrophe betroffenen Familien kaufen und es direkt den Familien zukommen lassen.

Ein herzliches Vergelt’s Gott schon im Voraus für Ihre großherzige Hilfe!

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Kontakt über die Missionszentrale der Schönstätter Marienschwestern: sr.mariana@schoenstaetter-marienschwestern.org